Der “Friedensmarsch für Tibet” hat seinen Zielort erreicht
Liebe Freunde Tibets,
Der “Friedensmarsch für Tibet” hat seinen Zielort erreicht
Am Ziel: Am Samstag, dem 29. März 2008 um 6:00 Uhr in der Früh sind die Teilnehmer/innen des Friedensmarsches für Tibet von Garching bei München aus zur letzten Etappe losgelaufen. Gegen 10 Uhr kamen sie auf dem Friedensengel Platz in München an. Auf den Platz warteten bereits einige Hundert Tibeter und Tibetfreunde, die aus ganz Deutschland angereist waren. Mit Begeisterung und großer Rührung umarmten sie sich gegenseitig. Die innige Verbundenheit und Solidarität war spürbar.
Herr Lekshey Hofheinz hielt eine kurze Ansprache und erklärte ” Die Teilnehmer/innen sind insgesamt 177 km und über 77 Stunden von Regensburg bis zum Friedensengel Platz in München gelaufen. ” Es gab übrigens fünf verbindliche Voraussetzungen, die man erfüllen musste, wenn man sich diesem Friedensmarsch anschließen wollte. Darunter waren zwei enorm wichtige Punkte entsprechend der Aufforderung S.H. des Dalai Lama: “Gewaltfreiheit” im äußeren Verhalten und in der inneren Haltung.
Dann ging es gemeinsam weiter zum Marienplatz, wo die Veranstaltung “Fackel für Tibet” stattfand, was das letztendliche Ziel des Friedenmarsches war. Dort versammelten sich über 1000 Tibeter und Tibet-Unterstützer aus ganz Deutschland, um die aus Budapest kommende Tibetische Fackel willkommen zu heißen. Claudia Roth, Parteivorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, Olympiasieger Dieter Baumann und Schauspieler Ralf Bauer machten sich in Ihren Ansprachen für Team Tibet und das tibetische Volk stark. Die Tibetische Fackel wurde im Gedenken an den Tibetischen Volksaufstand von 1959 und als Protest gegen die offizielle Olympische Fackel am 10. März 2008 in Olympia, Griechenland, entzündet.
Lhanzom Everding, die Vorsitzende des VTD hielt auch eine Ansprache: “Im Interesse aller zielt diese Petition auf die Durchsetzung rechtstaatlicher Prinzipien und auf eine friedvolle Lösung der Tibetfrage ab. Letztlich geht es dabei nicht nur um Tibet, sondern auch um ganz wesentliche Fragen der zukünftigen gesellschaftlichen und politischen Entwicklung unser Welt”.
Im Rahmen der Kundgebung überreichte Olympiasieger Dieter Baumann die Tibetische Fackel an Namri Dagyab, Mitglied des Team Tibet. “Dies ist die wahre olympische Fackel. Sie steht für die grundlegenden Werte der Olympischen Spiele - Gerechtigkeit und Freiheit”, verkündete Namri Dagyab.
Am Tag zuvor: Am 28. März waren die Marschierenden nach einer kleinen Mahnwache in Freissig am späten Abend in Garching angekommen; an diesem Tag waren sie über 35 km gelaufen. Ein gutes Hotel für die erschöpften Teilnehmer war schon zuvor vom VTD organisiert worden. Dies war die beste Übernachtung, seitdem sie den Friedensmarsch angefangen hatten.
Am nächsten Morgen - schon kurz nach 5:00, hat das Hotel schon das Frühstück ausnahmsweise bereitet, damit die Teilnehmer ihren Zielort rechtzeitig ankommen können.
Unterwegs sind so viele Anfragen per Telefon gestellt worden, sowohl von der Presse als auch von allgemein Interessierten und Sympathisanten für Tibet und für das Schicksal des tibetischen Volkes.
Mancher fragte sich, warum der Friedensmarsch in Regensburg angefangen hätte und wieso er in München auf den Friedensengel Platz aufhört hat.
Laut Herrn Lobsang Jung-Sherab wurde die Endstation absichtlich ausgewählt, weil der Platz auch ein wichtiges Denkmal ist. Der Friedensengel soll an die 25 friedlichen Jahre nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 erinnern. Das Tibetproblem jedoch ist über 50 Jahren nicht gelöst, und das tibetische Volk hat so sehr gelitten und leidet immer noch. Frieden muss von beiden Seiten geschlossen werden, auch von der V.R. China.
Der VTD möchte sich bei den Teilnehmern des Friedensmarsches bedanken, die trotz Kälte, Schnee und wunden Füßen nicht aufgegeben haben.
Unser besonderer Dank gilt den Leitern des Marsches Herrn Jung Sherab, Herr Lekshey Hofheinz, Herr Joe Himmiton und Herr Namkhai Dorje (u.a. für die organisatorische Unterstützungen.).
Auch möchten wir den vielen weiteren Unterstützern des Marsches danken, insbesondere unseren Landsleuten, die großzügig gespendet haben, unseren deutschen Freunden und dem Tibethaus Deutschland e.V., und vielen engagierten Helfern, die im Hintergrund mitgeholfen haben. Hervorheben möchten wir auch die gute Zusammenarbeit mit der Tibet initiative Deutschland und Tibet initiative München.
im Auftrag des Verein der Tibeter Deutschlands
mit freundlichen Grüßen
Puntsok Tsering
P.S. Weitere friedliche Aktionen, um auf die Not des tibetischen Volkes hinzuweisen, sind geplant. Jede Unterstützung und Spende ist willkommen unter:
“Frieden für Tibet” an den Verein der Tibeter Deutschland
Kontonummer 11 53102,
Volksbank Gießen (BLZ 513900 00).